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Heizkassetten Lexikon

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Vermiculit

Vermiculit (englisch: Vermiculite) bezeichnet eine Gruppe sehr weicher Silikat-Minerale (Aluminium-Eisen-Magnesium-Silikat) mit einer Mohs-Härte von 1,5 - 2. Ca. 80 % der Weltförderung stammen aus südafrikanischen und US-amerikanischen Minen. Das Verfahren, um aus Vermiculit-Erz das in der Industrie verwendete thermisch expandierte Vermiculit herzustellen, stammt aus dem 19. Jahrhundert. Seit mehreren Jahrzehnten wird es im industriellen Maßstab hergestellt (Verbrauch in Europa im Jahr 1999: 136.000 Tonnen) und findet unter anderem in den Bereichen Wärmeisolation und Brandschutz Anwendung. Es handelt sich keineswegs um ein »neuartiges Material«, wie hin und wieder fälschlicherweise behauptet wird. Aufgrund der geringen Dichte, der niedrigen Wärmeleitfähigkeit und des relativ hohen Sinterpunkts von 1150°C ist thermisch expandierter Vermiculit besonders gut geeignet für die Schall- und Hochtemperaturisolierung und den Brandschutz. Vermiculit-Platten werden meist nach Zugabe eines Bindemittels durch Pressen und anschließende Aushärtung hergestellt. Einsatzgebiete sind z.B. die Hochtemperaturisolierung im Industrieofenbau sowie Nachtspeichergeräte. Bei Kaminöfen und Kamineinsätzen werden die sehr guten Isoliereigenschaften (Wärmeleitfähigkeit bei 400°C: 0,16 W/mK) und die hohe Wärmereflexion geschätzt, was zu einer höheren Feuerraumtemperatur führt. Daraus resultiert: schnelles Reagieren der Feuerstätte und geringeres Verrußen der Sichtscheibe.

Hinweis: die in diesem Lexikon enthaltenen Erklärungen spiegeln zum Teil die Meinung des Verfassers wider. Es ist daher nicht auszuschließen, dass bestimmte Begriffe von z. B. Mitbewerbern anders definiert würden. Im Zweifelsfall befragen Sie nicht Ihren Arzt oder Apotheker, sondern z. B. Ihren Bezirksschornsteinfeger.